KÜHNSDORF – Zwischen Suchtklagen gegen Tech-Giganten und dem rasanten Aufstieg von KI-Chatbots: Die digitale Welt der Jugendlichen wandelt sich schneller denn je. Die Mittelschule Kühnsdorf reagiert auf diese Entwicklungen und lädt Fachreferenten am 26. Februar zu einem intensiven Projekttag rund um Mediensicherheit und KI-Kompetenz.
Die Schlagzeilen der letzten Wochen verdeutlichen den Handlungsbedarf: Während weltweit über Social-Media-Verbote für Unter-16-Jährige debattiert wird, zeigt der aktuelle „Jugend Internet Monitor 2026“ eine spannende Kehrtwende. Die klassische Social-Media-Nutzung geht zurück, während Künstliche Intelligenz (KI) massiv an Bedeutung gewinnt.
Schule als Ort der digitalen Aufklärung
„Als Schule für 10- bis 14-Jährige nehmen wir unsere Verantwortung in der digitalen Begleitung sehr ernst“, betont die Schulleitung OSR Dir. Erika Knellwolf. Auf Initiative der Elternschaft und der Schülervertretung wurde ein umfassendes Programm zusammengestellt, das über reine Theorie hinausgeht.
Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, findet von 07:40 bis 10:30 Uhr ein Vormittag ganz im Zeichen der Medienkompetenz statt. In zehn Klassen setzen sich die Jugendlichen in altersgerechten Workshops mit den Licht- und Schattenseiten des Netzes auseinander.
Von Deep Fakes bis Cybermobbing: Ein breites Experten-Netzwerk
Das Programm des „Safer Internet Day“ deckt die aktuellsten Brennpunkte der digitalen Welt ab:
- Prävention von Cybermobbing: In Zusammenarbeit mit dem Equaliz Klagenfurt werden Strategien für ein respektvolles Miteinander im Netz erarbeitet.
- „Lie Detectors“: Eine Journalistin zeigt den Schülern, wie sie Fake News und täuschend echte Deep Fakes entlarven können.
- KI-Zukunft: Workshop zu Entwicklung, Chancen und Gefahren von Systemen wie ChatGPT.
- Sensibilisierung: Aufklärung zu den Themen Sexting und Nutzung kindgerechter Suchmaschinen.
- Soziale Netzwerke und Selbstdarstellung: Umgang mit Schönheitsidealen und Influencern
Die MS Kühnsdorf beweist mit diesem Projekttag, dass moderne Pädagogik dort ansetzt, wo die Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler stattfindet.